Uveitis

Als Uveitis wird die Entzündung des Augeninneren bezeichnet, die typischerweise mit einer mit Schmerz begleiteten Lichtempfindlichkeit und Sehverschlechterung einhergeht. Uveitis bezeichnet den Sammelbegriff für verschiedene Krankheiten. Es gibt eine Vielzahl an Uveitisformen, deren Einteilung nach dem anatomischen Ort der Entzündung erfolgt.

Die Uvea (in deutsch Aderhaut, aus dem griechischen, Traube) wird durch Infektionserreger oder autoimmun entzündet. Die Uvea umfasst zusammengefasst die folgenden Teile des Auges : Iris (Regenbogenhaut), Corpus ciliate (Strahlenkörper), Choroidea (eigentliche Aderhaut). Wenn einer oder mehrere dieser Bereiche entzündet sind, spricht man von einer Uveitis. Je nach dem wo sich die Entzündung befindet, machen sich unterschiedliche Symptome bemerkbar, darunter Rötung, Punktesehen, Unschärfe, Schmerzen und/oder eine Gesichtsfeldeinschränlung.

Diagnose einer Uveitis

Das Auftreten folgender Warnsignale kann auf eine Uveitis hindeuten: vermehrter Tränenfluss, Schmerzen bei hellem Licht, verschwommenes Gesichtsfeld, starke Augenrötungen, stechende Schmerzen. Es ist deshalb zu empfehlen augenärztliche Hilfe aufzusuchen, wenn ein ‘rotes Auge’ über ein bis zwei Tage nicht spontan bessert. Je länger eine Uveitis unbehandelt bleibt, desto grösser ist das Risiko bleibender Schäden, die im Extremfall bis zur Erblindung reichen.

Eine Uveitis kann durch die Untersuchung mit einer Spaltlampe oder bei einer Fundusuntersuchung erkannt werden. Dabei werden Ansammlung von Entzündungsquellen sichtbar und geben Aufschluss über eine grobes Krankheitsbild. Die im Auge liegende Entzündung kann mit anderen Krankheiten in Verbindung stehen, darunter infektiöse, autoimmune und rheuma-bedingte Krankheitsbilder. Je nach Vorkommen werden weitere Abklärung durchgeführt. Bei einer unbekannten Ursache spricht man von einer Uveitis ungeklärten Ursprungs.

Behandlung

Die Therapie der Uveitis wird nach Schweregrad und Verlauf der Entzündung angepasst. Als erster Behandlungsschritt wird meist mit kortisonhaltigen Tropfen, Salben oder Injektionen gearbeitet. Der weiteren werden Pupillen-vergrössernde Tropfen eingesetzt, damit eine Verklebung zwischen Iris und Linsen vorgebeugt wird. Ansonsten besteht die Gefahr einer dauerhaften Beeinträchtigung der Sehfunktion. Bei chronischem Verlauf einer Uveitis wird eine Therapie mit Immunsuppression oder Kortison eingeleitet.

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